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Eine Entscheidung strukturiert treffen

Während Sie- wie oben bereits angedeutet wurde, oftmals alltägliche Entscheidungen, wie etwa Kaffee oder Tee, Brötchen oder Müsli- eher aus dem Bauch heraus fällen oder aus einer Lust heraus, so gibt es jedoch Entscheidungen, die nicht ganz so leicht zu treffen sind. Oft betrifft dies vor allem die Arbeit- ob Sie sich nach einer anderen Stelle umsehen sollten, vielleicht hadern Sie aber auch mit Ihrem Studium und fühlen sich in Ihrem jetzigen Studienfach nicht wohl, bzw. haben das Gefühl, dass das Studium doch nicht das Richtige für Sie ist. Nun heißt es zunächst- einen kühlen Kopf bewahren und möglichst "besonnen" an die Entscheidung heranzugehen. Nähert man sich ihr strukturiert und nicht "Hals über Kopf", so wirkt die Entscheidung, bzw. die Frage oftmals "klarer" und weniger "bedrohlich".

Alternativen festlegen und notieren

Um eine (große) Entscheidung vor allem sachlich treffen zu können, sollten Sie sich genau mit der Entscheidung auseinandersetzen- aber eben auch mit den Alternativen, die sich Ihnen bieten. Angenommen, Sie sind in Ihrem jetzigen Job unzufrieden und Sie stehen vor der Entscheidung, nicht mehr in diesem Job arbeiten zu wollen- wie sehen Ihre Alternativen aus? Dies könnten zum Beispiel folgende Alternativen sein:

Diese Liste können Sie natürlich beliebig fortführen. Vor allem hilft Ihnen diese Liste, zu visualisieren, welche Alternativen Sie haben, wenn Sie eine Entscheidung - hier der Jobwechsel- fällen. Diese Liste lässt sich auch auf andere Entscheidungen übertragen. Wichtig ist vor allem der Fakt, dass Sie wissen, dass es überhaupt Alternativen gibt, Sie also keineswegs vor dem "Nichts" stehen, ganz gleich, wie Ihre Entscheidung ausfällt. Nehmen Sie sich daher genügend Zeit, um über die Alternativen nachzudenken und notieren Sie sich diese auf einer Liste, entweder im Computer oder auf Papier.

Einflussfaktoren festlegen und notieren

Auch die Einflussfaktoren haben ein hohes Gewicht, da sie die Entscheidungen natürlich mitbeeinflussen. Diese sollten nicht außer Acht gelassen werden, nehmen Sie sich auch für diesen Prozess entsprechend Zeit. Nur so können Sie vor allem bei einer größeren Entscheidung versuchen, möglichst rational vorzugehen und alle möglichen Punkte mit hinzuziehen, die eine solche Entscheidungsfindung ausmachen. Zu den Einflussfaktoren können zum Beispiel unter anderem zählen:

So oder so ähnlich könnten Einflussfaktoren aussehen, die auf die Entscheidung Einfluss nehmen. Je nach Problematik und persönlicher Situation hilft es, sich diese Faktoren bewusst zu machen und über mögliche Konsequenzen und auch Reaktionen nachzudenken. Nur so kann ein überstürztes Handeln a la "Hals über Kopf" vermieden werden.

Relevanz der Einflussfaktoren festlegen und eine Liste erstellen

Dieser Punkt ist ebenfalls wichtig und hilfreich, wenn Sie vor schwierigen Entscheidungen stehen. Wenn Sie alle Einflussfaktoren notiert haben, sollten Sie sie nach Wichtigkeit ordnen, bzw. Priorisieren. Welcher Einflussfaktor ist besonders wichtig, den ich bei meiner Entscheidung berücksichtigen sollte? Ob nun das Finanzielle, die Partnerschaft, die Familie oder die Kinder- schlussendlich müssen Sie alleine festlegen, welcher Punkt für Sie an der ersten Stelle steht. Auch diese Liste festzulegen ist somit eine Entscheidung, die Sie treffen müssen. Dennoch ist diese Priorisierung wichtig, damit Sie alle Seiten Ihrer Entscheidung bzw. der daraus resultierenden Wahl und den Konsequenzen beachten und wahrnehmen. Daher ist dieser Prozess des Aufschreibens und Nachdenkens keine Sache, die Sie in fünf Minuten abgeharkt haben, sondern ein Prozess, der sich länger hinziehen kann.

Die Alternativen zur Entscheidung und ihre Rolle bei den Einflussfaktoren

Weiter oben, bzw. im ersten Punkt wurde Ihnen erläutert, dass Sie auch mögliche Alternativen zu Ihrer Entscheidung auflisten können. Auch diese Alternativen spielen eine Rolle bei den oben genannten Einflussfaktoren, wie etwa der Familie, dem Partner, den Finanzen usw. Daher ist es sinnvoll, Ihre Alternativen durch eine Art "Raster" laufen zu lassen. Überlegen Sie sich, inwiefern die Alternativen Einfluss auf die Einflussfaktoren haben. Vielleicht wird zum Beispiel Alternative A) besser von der Familie aufgenommen, während Alternative B) den Geldbeutel schont oder ihn sogar eher belastet? Diese Art der "Beleuchtung" ermöglicht es Ihnen, möglichst alle Punkte beim Entscheidungsprozess mit einzubinden und von etwas "weiter weg" alle Möglichkeiten zu betrachten. Vielleicht erkennen Sie zum Beispiel, dass Alternative B, die auf den ersten Blick verlockend klang, bei näherer Betrachtung eher ungünstig wäre. Oder das Alternative A, die Sie eher für sich ausschließen, Ihrer Familie besser zusagen würde? Auch hier kann eine Liste helfen, die Alternativen in Bezug auf die Einflussfaktoren zu ordnen, indem Sie beispielsweise Nummern vergeben oder Zeichen + für positiv oder - für negativ, bzw. = für neutral verteilen. Daraus kann dann eine Art "Rankingliste" entstehen, die Ihnen bei der Entscheidungsfindung weiterhelfen kann.

Eine Summe über die gewichteten Einflussfaktoren bilden

Nicht jeder Einflussfaktor auf Ihre anstehende Entscheidung ist gleich wichtig oder wiegt gleich schwer. Daher sollten Sie, wenn möglich, Ihre Einflussfaktoren mit einem Punktsystem bewerten. So können Sie zum Beispiel für einen nicht ganz so wichtigen Einflussfaktor die Zahl 1 vergeben, während Sie für sehr wichtige Einflussfaktoren die Ziffer 10 vergeben. So sehen Sie auf einen Blick, welche Einflussfaktoren bei Ihrer Entscheidung die tragende Rolle spielen und setzen sich aktiv mit der Entscheidung, bzw. auch den Konsequenzen oder Problemen auseinander. Stellen Sie zum Beispiel fest, dass es diverse Einflussfaktoren gibt, die sehr wichtig sind und Ihre Entscheidung beeinflussen, so haben Sie möglicherweise einen ersten Hinweis, ob Sie Ihre Entscheidung wirklich in Richtung X fällen sollten oder ob Sie lieber nach einer Alternative schauen. Auch dieser Prozess ist nicht binnen weniger Minuten abgeharkt, sondern bietet Ihnen die Möglichkeit, reflektiert an die Sache heranzugehen.

Gerade, wenn Sie vor größeren Entscheidungen stehen, können Ihnen zum Beispiel Entscheidungsdiagramme oder Entscheidungsbäume einen visuellen Überblick über Ihre Wege und Möglichkeiten geben, die Sie letztlich zum angestrebten Ziel führen.

Der Sinn dieser Methode

Sie haben sich mit dieser Methode nicht nur mit der Entscheidung selbst, sondern vor allem mit den möglichen Alternativen auseinandergesetzt. Zur Entscheidungsfindung zählen jedoch nicht nur rein die Alternativen, sondern auch die oben genannten Einflussfaktoren und wie diese auf Ihre Alternativen einwirken können. Schlussendlich gewinnen Sie mit dieser Methode einen ersten Überblick, welche Alternativen Sie haben und wie die Einflussfaktoren auf sie einwirken. Im günstigen Falle kristallisiert sich zum Beispiel heraus, dass Alternative A zur Entscheidung X günstig auf die Einflussfaktoren Familie oder Finanzen einwirkt. Vielleicht stellt sich auch heraus, dass zwei Alternativen eher schlecht abschneiden. Jedenfalls haben Sie so einen ersten Überblick und können auch Alternativen zu Ihrer Entscheidung streichen oder sich näher betrachten.

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