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Schwere Entscheidungen treffen - mit Herz oder Verstand?

Im Leben gibt es einfach Entscheidungen, die Sie nicht vollkommen "rational" und logisch entscheiden können. Denn oftmals spielen Faktoren wie persönliche Gefühle mit in diese Entscheidungen hinein. Dies kann zum Beispiel dann der Fall sein, wenn Ihnen Ihre ursprüngliche Situation zum Teil noch gefällt, aber eine sehr gute Alternative oder Möglichkeit Ihren Weg kreuzt. Etwa, wenn Sie einen guten Job haben, der Ihnen gefällt, Ihnen aber dann ein wirklich schmackhaftes Jobangebot gemacht wird. Wenn Sie sich in einer Partnerschaft befinden, die irgendwie "vor sich hindümpelt", Sie Ihren Partner aber dennoch lieben- sprich, sich einfach nicht von ihm trennen können, obwohl Sie zeitweise gelangweilt sind. Zu den schweren Entscheidungen kann auch die zukünftige Familienplanung zählen- etwa bei der Frage, ob Sie sich ein Kind vorstellen könnten- Ihr bisheriges Leben gefällt Ihnen soweit ganz gut, dennoch spüren Sie, wie Ihre "innere Uhr" tickt, bzw. das Zeitfenster immer enger zu werden scheint. Diesen drei Beispielen ist gemein, dass Sie diese Entscheidungen nicht total rational fällen können. Wie also am besten vorgehen?

Schwierige Entscheidungen- ohne eine bessere Alternative

Die oben genannten Beispiele sind sinnbildlich für schwierige oder harte Entscheidungen, die wir oftmals einfach nicht treffen können. Die Gründe hierzu liegen jedoch nicht direkt an "uns", sondern daran, dass die Alternative, die sich auftut, nicht unmittelbar besser als die eigentliche Ausgangslage ist. So jedenfalls beschreibt die amerikanische Philosophin Ruth Chang diese problematischen Entscheidungen. Wir tun uns deshalb so schwer, diese Art von Entscheidungen zu treffen, da die Optionen, die diese Entscheidungen mit sich bringen, in etwa gleich gewichtet sind. So kann es durchaus passieren, dass Sie- wie oben beschrieben, Listen, Diagramme oder Entscheidungsbäume skizzieren und dennoch zu keinem zufriedenstellenden Ergebnis kommen, welches Sie inhaltlich weiterbringt. Nun stecken Sie- auf den ersten Blick- in einer Sackgasse und sind sich unsicher, welchen Weg Sie einschlagen sollen. Denn Fakt ist auch hier- eine Entscheidung muss natürlich getroffen werden, vor allem, wenn Sie am Ende nicht totunglücklich sein wollen und sich ständig innerlich fragen: was wäre, wenn ich mich tatsächlich für Option B entschieden hätte? Sähe mein Leben dann anders aus? Sicherlich ist am Ende diese Fragerei müßig, doch wird Sie beschäftigen.

Eine andere Herangehensweise

Sollte es also wirklich der Fall sein, dass Sie auf diesem Weg keine zufriedenstellende Lösung für sich finden können, sollten Sie die Frage oder Herangehensweise ändern. Eine Möglichkeit ist es beispielsweise, nicht nach den eigentlichen Entscheidungen zu schauen, sondern auf sich selbst. Die zentrale Frage, die auch die oben erwähnte Philosophin Chang aufstellt, dreht sich nämlich tatsächlich um Sie. "Welcher Mensch möchte ich sein?". Diese Frage mag auf den ersten Blick vielleicht banal klingen. Vielleicht finden Sie diese Überlegung auch furchtbar albern und klischeebehaftet. Jedoch kann diese Fragestellung Ihnen helfen, herauszufinden, welche Gründe für Sie wichtig sind. Weiter oben wurde erklärt, dass die schwierigen Entscheidungen deshalb so schwierig sind, weil alle Alternativen, die sich Ihnen bieten, gleich gut (oder auch gleich schlecht) sind. Für jede Alternative gibt es also gute Gründe, die sich allesamt in der Waage halten.

Wenn Sie sich nun fragen, welcher Mensch Sie in Zukunft sein möchten, fragen Sie nicht nach den Alternativen, welche die Entscheidungen Ihnen bieten, sondern nach den Gründen, die für die jeweilige Alternative wichtig ist. Pro- und Contra-Listen, bzw. Vor- und Nachteile spielen in dieser Fragestellung keine Rolle, sondern allein die Frage, welcher Mensch Sie sein wollen. So kann es in der Job-Frage deshalb schwierig sein, zu entscheiden, weil Position A) sicher ist und Sie sich dort wohlfühlen, Position B) aber spannend ist und Ihnen mehr Freiheit gibt. Somit müssten Sie sich hier fragen, ob Sie eher die Freiheit bevorzugen oder die Sicherheit, um eine Wahl zu treffen, da beide Optionen bzw. Alternativen gleich gut sind.

Sehen Sie sich in einer Beziehung, die vor sich hindümpelt, Sie den Partner aber noch lieben, könnten Sie sich fragen, ob Sie die Person sein wollen, die Verantwortung übernimmt und vielleicht über Möglichkeiten, wie eine Paartherapie nachdenkt oder ob Sie die Person sein möchten, die lieber einen Neuanfang starten möchte, ohne den Partner, um herauszufinden, welche Möglichkeiten in Sachen Liebe das Leben noch bereithält.

Diese Wahl oder diese Antwort auf die zentrale Frage: "welcher Mensch möchte ich sein", kann Ihnen selbstverständlich keiner abnehmen. Obwohl diese Gedanken bisweilen ängstigen können, können Sie Ihnen helfen, zu einer Wahl zu gelangen, auch, wenn die Alternativen jeweils gleich gut oder schlecht klingen. Sie gestalten somit Ihr eigenes Leben, haben alle Freiheiten, Ihren weiteren Weg zu gestalten und zu gehen. Oftmals wünschen sich die Menschen, dass Jemand ihnen die Wahl abnimmt, indem sie beispielsweise ein: "Gut, schlecht, quatsch", etc. hören. Damit schränken Sie sich selbst aber enorm ein und lassen sich (un)bewusst von anderen leiten und Ihr Leben diktieren, bzw. leben.

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